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Unternehmen im Porträt: „Modell Deutschland“

Strahltechnik: Die Wheelabrator Group in Metelen setzt auf Export

Metelen – Im Technologiezentrum der Wheelabrator Group an der Heinrich-Schlick-Straße in Metelen werden hoch entwickelte Strahlanlagen zur „Veredelung von Oberflächen“ konstruiert und gebaut. „Jede Hinterachse, jedes Getriebeteil, jede Turbinenschaufel, jedes künstliche Kniegelenk, Schiffsbleche, Türme von Windkraftanlagen sowie viele andere Objekte benötigen eine besondere Oberfläche“, erklärt Dr. Christof Ferling, der das Geschäft gemeinsam mit Gerhard Moers führt. Die Gegenstände werden „gestrahlt“, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Die Strahlmittel bestehen nicht aus Sand, sondern aus Stahlkügelchen verschiedener Größe.

Schiffsbleche
Besonders anschaulich wird das Verfahren bei Schiffsblechen. Diese rosten oftmals durch ungünstige Lagerbedingungen oder schlechte Wetterverhältnisse. „Vor der Weiterverarbeitung entrostet eine Strahlanlage diese Bleche und verleiht ihnen anschließend eine Schutzschicht, damit die Korrosion keine neue Chance bekommt“, erklärt Heike Segbers, Marketingleitung.

In Metelen ist der bedeutendste Standort der Firmengruppe beheimatet. Rund 30 Prozent des Umsatzes werden hier erwirtschaftet. „Wir verstehen uns hier als Technologiezentrum“, sagt Ferling. Die Unternehmensstrategie ist international ausgerichtet. Das besondere Augenmerk auf den Export betrachtet er als „Modell Deutschland“. „Wir sind in einer Branche aktiv, die Kunden in der ganzen Welt hat“, so der Geschäftsführer.

Konkrete Strategien
Doch die Chance, konkurrenzfähig zu bleiben, ist vor allem durch eine konkrete Strategie gegeben: Bestimmte Komponenten der Wheelabrator-Maschinen werden kostengünstig im Ausland hergestellt. Die Produktion der High-Tech-Elemente erfolgt in Deutschland. „Wir haben nur Zugang zu bestimmten Märkten, weil wir unsere Produkte dort kostengünstig über diesen Mix anbieten“, so Ferling. 2007 wurde eine Rekordmarke erreicht: 100 Millionen Euro Auftragseingang.

Im Bereich der Entwicklung von Strahlanlagen ist ein breites Feld an Kundenwünschen zu berücksichtigen. Maschinen müssen heute kostengünstig, wartungsarm, verschleiminimierend und bedienerfreundlich sein. Sie sollen möglichst wenig Energie verbrauchen und im Hinblick auf gesetzliche Bestimmungen schadstoffarm funktionieren. Die Erwartungen der Kunden beschränken sich aber nicht nur darauf, perfekte Geräte zu erwerben, auch Beratung und Wartungsarbeiten gewinnen an Bedeutung.

Wer schweißt, soll lehren: Die Wheelabrator Group setzt auf Mitarbeitermotivation
Besondere Akzente setzt die Unternehmensführung auch im Bereich der Mitarbeitermotivation. „Deutschland ist weltweit angesehen für seine Ingenieurskunst und für die technische Ausführung“. Die Sicherung der Arbeitsplätze kann also nur mit dem Erwerb hoch qualifizierten Wissens in Kombination mit kompetenter Herstellung von Produkten einhergehen.

Deshalb sind die Mitarbeiter aufgefordert, je nach persönlichen Fähigkeiten eine weiterführende Stufe zu erreichen. „Derjenige, der früher geschweißt hat, soll nun eben auch Schweißer anleiten und trainieren können“, erläutert Geschäftsführer Dr. Christof Ferling. „Wir sagen: Für jeden gibt es eine Chance!“ So ist Weiterbildung eine der Säulen, auf denen Wheelabrator steht.


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