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Das Hot Spot Interview: Equipment Modernisation Programme (EMP) bei Tekfor Cologne

Hot Spots: Herr Zeidler, Sie setzen unter anderem eine Wheelabrator Raupenband-Strahlanlage vom Typ R5 seit vielen Jahren ein. Welche Effekte konnten Sie durch das EMP mit der neuen TITAN-Turbine 16 erzielen?
Silvio Zeidler: Für uns wurde letztlich eine deutliche Leistungssteigerung des gesamten Strahlvorgangs unserer Schmiederohlinge angestrebt. Zeitersparnis und Qualitätssteigerung mussten stimmen. Hier haben wir eine Leistungssteigerung von 30% geschafft. Diese Leistungssteigerung ergibt sich aus Verbesserungen der Einstellung und einer verbesserten Turbinenleistung. Die Entscheidung für die Durchführung der Modernisierung mit der neuen TITAN-Turbine erfolgte nach Abschluss einer erfolgreichen Testreihe. Die heute vorliegenden Ergebnisse bestätigen die Richtigkeit der Entscheidung.

Hot Spots: Können Sie uns diese Testreihe kurz beschreiben?
Silvio Zeidler: Wir strahlen bei Tekfor Cologne an unserem Standort in Köln mehr als 380 diverse Schmiederohlinge. Diese Werkstücke haben häufig unterschiedliche Strahlzeiten. Dabei legen wir insbesondere Wert auf die individuelle Abstimmung der Strahlzeit, um ein optimales Strahlergebnis zu erreichen. Wir haben Testreihen angelegt, in denen wir das Strahlergebnis und die aufgewendete Zeit direkt mit den Zahlen der Altanlage verglichen haben. Das Ergebnis mit dem Einsatz der TITAN-Turbine war sehr erfreulich und hat uns überzeugt.

Hot Spots: Wie wurde das Modernisierungsprogramm praktisch umgesetzt?
Silvio Zeidler: Die Montage der neuen TITAN Turbinen in die Altanlage fand am Wochenende in Zusammenarbeit mit den Fachleuten von Wheelabrator Plus und eigenen Fachleuten statt. Durch die gute Zusammenarbeit konnten wir direkt Know-how erwerben, um auch zukünftig die Anlage optimal zu fahren. Dies gilt für die Einstellung der Turbine ebenso, wir für die korrekte Zusammensetzung des Betriebsgemischs für das verwendete Strahlmittel.

Hot Spots: Vermeidung von Ausfallzeiten und eine hohe Prozesssicherheit spielen für Sie eine wichtige Rolle?
Silvio Zeidler: Ja, Prozesssicherheit wird bei uns sehr hoch bewertet und ist ein wichtiger Grund, das Anlagenmodernisierungsprogramm durchzuführen. In diesem Zusammenhang legen wir viel Wert auf eine reibungslose Versorgung mit Ersatzteilen und lückenlose Wartung. Die räumliche Nähe von Wheelabrator Plus in Köln ist ein wichtiger Faktor. Unsere Produktion hat noch nie gestanden, weil uns ein Ersatzteil fehlte.

Gerd Rasquin: Um dieses auch zukünftig zu gewährleisten, haben wir unsere Lagerhaltung und Logistik noch mehr darauf ausgerichtet. Nun ist es uns möglich, näher an unseren Kunden zu sein und schnelle Lieferungen von Ersatzteilen auf kurzen Wegen zu ermöglichen.

Hot Spots: Mitarbeiterschulung und Qualitätsmanagement werden häufig genannt, wie sieht es mit der Umsetzung in der Praxis aus?
Silvio Zeidler: Wir haben bei Tekfor Colgone ein aktives Qualitätsmangement eingeführt. Dies bezieht sich auf die Strahlqualität der Werkstücke ebenso, wie auf eine effiziente Nutzung der Strahlanlagen. Unsere Mitarbeiter arbeiten qualitätsbewusst. Die Basis legen wir dafür mit strukturierten Mitarbeiterschulungen. Wheelabrator Plus schult unsere Mitarbeiter 3- schichtig. Dazu gehört eine intensive Schulung in Strahltechnik, Instandhaltung und in der Anwendung. Wir legen insbesondere Wert darauf, dass auch bei scheinbar eingefahrenen Prozessen weiter nach Verbesserungspotenzial Ausschau gehalten wird. Als Beispiel kann hier die Nachfüllung von Strahlmittel genannt werden. Durch die Erleichterung dieses Prozesses haben wir parallel zum Modernisierungsprogramm eine Produktionsoptimierung durchgeführt, die zusätzlich eine Verbesserung der Arbeitssicherheit mit sich brachte. Eine erfolgreiche Maßnahme, auf die wir stolz sind.

Hot Spots: Sie erwähnen die Arbeitssicherheit. Welche Standards erfüllen Sie hier?
Silvio Zeidler: Wir liegen ganz klar über dem vorgeschriebenen Standard. Bereits in der Ausschreibung für das Modernisierungsprogramm sind spezielle, von uns entworfene Sicherheitsanforderungen enthalten. Dies gilt für die Modernisierung von Anlagen genauso, wie für die Neuanschaffung bzw. Neumontage der T800 von Wheelabrator, die seit Februar 2008 bei uns eingesetzt wird. Auch hier hat Wheelabrator Plus alle Auflagen mehr als erfüllt. Der Einsatz aller beteiligten Bereiche und auch der des Sicherheitsingenieurs ist für uns bei jeder Prozessabwicklung selbstverständlich.

Hot Spots: Zum Schluss noch die Frage nach den für Sie wichtigen Aspekten einer strategischen Partnerschaft. Was ist dabei für Sie ausschlaggebend?
Silvio Zeidler: In einer strategischen Partnerschaft zählt für mich die „kritische Kundenbetreuung“. Damit meine ich, dass ich von Wheelabrator Plus als Partner erwarte, Prozessoptimierung aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und mir dies zu vermitteln. Dazu gehört ebenfalls die schnelle Information zu technischen Neuerungen, die unser Unternehmen zu verbesserten Produktionsergebnissen in der Wertschöpfungskette führt. Werden in unserem Haus Fehler beim Strahlen unserer Schmiederohlinge gemacht, erwarte ich hier Kritik, Anregungen und Lösungsvorschläge von meinem strategischen Partner. Der direkte Kontakt spielt dabei eine wichtige Rolle. Dabei hat es sich bei unserer Zusammenarbeit mit Wheelabrator Plus bewährt, dass der Key Account Manager, Gerd Rasquin, zentral die Prozessoptimierung betreut. Eine Zusammenarbeit, die sehr positiv für beide Seiten ausfällt.

Hot Spots: Herr Zeidler, wir bedanken uns herzlich für dieses informative Gespräch!


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