Neuigkeiten

Interview_mit_Bernhard_Bußk

Regionale Kontakte - Europe

GERMANY
Wheelabrator Group GmbH (Wheelabrator Plus)

Ferdinand-Porsche-Str. 23
51149 Koeln
Telefon: +49 (0) 2203 29751-0
Fax: +49 (0) 2203 29751-60
Email

GERMANY
Wheelabrator Group GmbH (Technology Centre)

Heinrich-Schlick-Straße 2
D-48629 Metelen
Telefon: +49 (0) 2556-88-0
Fax: +49 (0) 2556-88-150
Email

Alle Kontakte

Hot Spots Interview mit Bernd Bußkamp

Bewährte Technik für kundenspezifische Lösungen: Erfolgreiche Strategien in der Drucklufttechnik

In diesem Interview für die Hot Spots spricht Bernhard Bußkamp, Leiter des Druckluft-Technologiezentrums Deutschland über innovative Ingenieurstechnik wie Module8, Marktchancen und neue Strategien in seinem Bereich.

Hot Spots: Herr Bußkamp, was heißt für Sie innovative Ingenieursleistung, bezogen auf Drucklufttechnik?

Bernhard Bußkamp: Als innovative Ingenieursleistung sehe ich die Entwicklung eines Verfahrens aus bewährten und bestehenden, qualitativ hochwertigen Standardkomponenten. Eine Lösung unter Verwendung dieser Komponenten wird für jeden Kunden nach seinen Anforderungen und Bedürfnissen individuell zusammengestellt. Die Zusammenführung der Anforderungen und die hieraus erstehende Gesamtplanung der Anlage, gelten als die eigentliche Innovation und kreative Ingenieursleistung.

Hot Spots: In welchen Industrie-Clustern sehen Sie zukünftig die größte Nachfrage nach Lösungen aus Ihrem Bereich?

Bernhard Bußkamp: Ganz deutlich stellt die Industrie für regenerative Energie, d. h. insbesondere Wind- und Solarenergie, für den Bereich der Druckluftanlagen das größte Potenzial am Markt dar. Nehmen wir das Beispiel der Solarenergie: Hier bieten wir eine Lösung im Bereich der Wiederaufbereitung bei der Gewinnung von Silizium, die als doppelt regenerativ beschrieben werden kann. Aufgrund des hohen Preises von reinem Silizium, das für die Herstellung von Solaranlagen benötigt wird, bietet Wheelabrator eine Strahlanlage, bei der die Rückstände aus der Siliziumproduktion so aufbereitet werden, dass der scheinbare Abfall, gestrahlt und befreit von Rückständen, erneut für die Gewinnung dieses Halbmetalls eingesetzt werden kann. Die Anforderung des Kunden war die Gewährleistung eines hohen Automatisierungsgrades für den Strahlprozess. Gleichzeitig galt es, die entstehenden Betriebskosten der Anlage möglichst übersichtlich zu halten. Daher empfahl sich der Einsatz einer wartungs- und verschleißfreundlichen ST 4 Taktdrehtischanlage aus unserer Module8-Produktfamilie. Insbesondere durch das extrem aggressive Strahlmittel Silizium kamen die Vorteile der Module8-Bauweise zum tragen. Hohe Sicherheits- und Wartungsfreundlichkeit sowie die Flexibilität der Module8-Bausweise zahlen sich hier aus.

Hot Spots: Welche speziellen Forderungen hat der Markt an Ihren Bereich Drucklufttechnik?

Bernhard Bußkamp: Die Koordination und Umsetzung von Schnittstellen ist eine wichtige Forderung unserer Kunden an unsere Ingenieure, z. B. die Konzeption und Integration von Lösungen des Materialflusses in eine Strahlanlage. Einfach gesagt: Wie kommt das Werkstück in den Strahlraum und was passiert mit dem fertig gestrahlten Werkstück? An welcher Stelle lässt sich der Strahlvorgang technisch und betriebswirtschaftlich bestmöglich integrieren? Eine zusätzliche Anforderung ist und bleibt die Frage nach den Betriebskosten von Strahlanlagen. Dazu ermöglicht die Umsetzung der Module8-Technik Lösungsangebote, die dieser Forderung gerecht werden.

Hot Spots: Standardlösung oder kundenspezifische Sonderlösung oder doch eine Kombination aus beidem? Wo liegt Ihr Schwerpunkt?

Bernhard Bußkamp: Nach dem Baukastenprinzip werden die technisch geprüften und bewährten Standardelemente kundenspezifisch so zusammengefügt, dass sie dem Kunden „seine“ Anlagenlösung mit der erforderlichen Produktionssicherheit und dem gewünschten Strahlergebnis bieten.

Hot Spots: Auf welche Innovation bzw. Entwicklung sind Sie mit Ihrem Team besonders stolz?

Bernhard Bußkamp: Wir sind bei Wheelabrator ein engagiertes Team, das gemeinsam und eng miteinander verzahnt, bestmögliche Kundenlösungen auf Basis von Standardkomponenten erarbeitet. Wir legen bei unserer Arbeit Wert darauf, neue Ideen zu entwickeln. Dabei soll es innerhalb des Teams auch für jeden Einzelnen möglich sein, seine Stärken und seine Kreativität einzubringen und im Gesamtprojekt mit umzusetzen.

Hot Spots: Neben einer hohen Strahlqualität stehen Aspekte wie Effizienz und Kostendenken mehr und mehr im Vordergrund. Wie schätzen Sie hier die zukünftige Entwicklung ein?

Bernhard Bußkamp: Das Kostendenken wird zukünftig weiterhin an Relevanz zunehmen. Hier gilt es vor allem eine erhöhte Verfügbarkeit der Anlage bei einem gleichzeitig minimierten Wartungsaufwand zu leisten. Zu diesem Thema gehört auch der Aspekt Service. Dieser wird international zusammen mit einer schnellen Ersatzteilverfügbarkeit, Effizienz und Kostendenken gefordert. Dank unserer sehr guten internationalen Präsenz und eines sehr gut funktionierenden Servicenetzwerks inklusive After-Sales-Betreuung durch Wheelabrator Plus, sind wir sehr gut aufgestellt und können den Anforderungen unserer Kunden entsprechen.

Hot Spots: Neue Anlage oder doch besser Equipment Modernisation Programme (EMP). Wie beantworten Sie diese Frage Ihren Kunden?

Bernhard Bußkamp: Selbstverständlich individuell und nach genauer Analyse der vorhandenen Anlagen bei unserem Kunden und der Faktoren des Marktes. Das heißt konkret: In einem schwierigen Marktumfeld ist EMP angesagt, oder wenn es gewünscht wird auch Lohnstrahlen, z. B. bei kleinen Stückzahlen. Die Module8-Serie ist vorsorglich mit verschraubten Paneelen konstruiert, so dass eine schnelle Reaktion und Änderung von bestehenden Anlagen möglich ist. Das macht eine zügige und kostengünstige Demontage möglich, z. B. ist so eine optionale Verlängerung der Strahlkabine um einen Meter schnell möglich. Ein weiterer Vorteil bieten die schnell auswechselbaren Fronten. Diese Eigenschaft bietet weitere, flexible Einsatzmöglichkeiten der Strahlanlage.

Hot Spots: Wie sehen Sie die Entwicklung bei der Wheelabrator Group für die Zukunft?

Bernhard Bußkamp: Wheelabrator ist als starke Marke mit hervorragenden Lösungen für seine Kunden in den Bereichen Wheel, Air, Paint, EMP und After-Sales positioniert. Wir liefern mit unseren Teams Ingenieurleistung „Made in Germany“ und arbeiten auch zukünftig an Kundenlösungen, die sich durch Qualität und besonderen Service auszeichnen. Selbstverständlich werden dabei neben den technischen Herausforderungen ebenso die betriebswirtschaftlichen Aspekte in der Definition von Parametern berücksichtigt und von uns umgesetzt. Als internationales Unternehmen nutzen wir zukünftig noch weiter die Synergieeffekte unserer Kollegen in Europa, den USA und Asien.

Wie das Beispiel der neuen Niederlassung in Polen zeigt, legen wir viel Wert auf die Nähe zum Kunden. Auch hier wird es zukünftig darum gehen, diesen Vorteil der Wheelabrator Group weiter international zu nutzen. Dabei können wir auf ein effizientes und schlagkräftiges Projektmanagement zurückgreifen, das bei der Installation von Anlagen vor Ort präsent ist und moderne Kommunikationstechniken innerhalb des weltweiten Netzwerks der Wheelabrator Group einsetzt. Diese Aspekte machen für mich den zukünftigen Erfolg und die weitere Entwicklung der Oberflächentechnik bei der Wheelabrator Group aus.

Möchten Sie weitere Informationen? Wenden Sie sich bitte an Ihren lokalen Kontakt.


Zurück